Gütersloh-Blog: Das Weblog von Güterslohern für Gütersloher

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Mai 2007
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Mi
30
Mai '07

590.000 Euro für die Gütersloher Stadthalle

webcam014.jpgSchluss mit dem Mief der Spätsiebziger. Die Gütersloher Stadthalle, 1978 eröffnet und heute vor allem Austragungsort für Verkaufsveranstaltungen und Ü30-Parties soll ein Facelifting bekommen. Eine neue Belüftungsanlage und helle statt dunkle Holzvertäfelung sind vorgesehen. Die Arbeiten beginnen im Sommer. Ein “mittlerer Beigeton” ist die Farbe der Zukunft, so die Architektin Karin Friedrich-Wellmann aus Bielefeld. So können nun auch Beamer-Präsentationen an die Wände geworfen werden und veranstlatungsabhängige Lichteffekte eingesetzt werden.

Di
22
Mai '07

“Gütsel” feuert weiter für mehr Autos in der Innenstadt

Ein Hauch mehr Urbanität wünscht sich erneut die Gratiszeitschrift “Gütsel” in ihrer neuen Ausgabe. Dies soll durch mehr Autoverkehr in der Innenstadt erreicht werden. Tatsächlich: Die Innenstadt ist ab 19.00 Uhr ausgestorben – was aber auch daran liegt, dass dann alle Geschäfte geschlossen haben. Das Ladenschlussgesetz lässt jedoch Öffnungszeiten bis 22.00 Uhr zu. Dies nutzt im Citybereich nur der Media Markt. Ob Geschäfts nach 19.00 Uhr geöffnet sein werden, wenn Autos durch die Fussgängerzone fahren dürfen? Ein versuch wäre es wert.

Gütersloh testet LKW-Durchfahrverbot für Isselhorst

Anwohner der Haller Straße haben längst die Gläse aus der Vitrine genommen, denn seit eineinhalb Jahren donnern schwere Laster tagsüber durch den eigentlich beschaulichen Gütersloher Vorort Isselhorst. Jedes zweite Fahrzeug war zeitweise in über 7,5 Tonnen schwerer Sattelschlepper. Die Dorfstraßen sind jedoch nicht auf Schwerlastverkehr ausgelegt, doch die Navis der Lkw-Fahrer weisen den abkürzenden Weg nach Halle durch den Wohnort. Es war nur eine Frage der Zeit bis sich eine Bürgerinitiative zusammenfand, um den Schwerlastevrkehr aus dem Ort zu verbannen. Die Bürgerinitiative erzielte einen Teilerfolg: Gütersloh testet nun ein Durchfahrverbot. Die probeweise Sperrung soll im November 2007 beginnen und etwa ein Jahr dauern. In dieser Zeit sollen Daten gesammelt werden, um herauszufinden wie sich der Verkehr auf andere Straßen verteilt.

Unendlichkeitsbaustellen in Gütersloh

webcam013.jpgwebcam001.jpgGütersloh Straßenbaustellen entwickeln sich zu Werken für die Unendlichkeit. Seit Monaten ist die stark befahrene Carl-Bertelsmann-Straße stadtauswärts nach Avenwedde halbseitig gesperrt. Die Baufortschritte erscheinen quälend langsam: Pkw, Lkws und Linienbusse fahren Slalom im Schrittempo durch die staubige Baustelle. Scheinbar hat man bei der Planung die Wichtigkeit der Verbindung als nicht besonders hoch eingeschätzt. An Baufortschritten ist bisher erkennbar, dass Kabel und Rohre verlegt worden sind. Nun machen sich die Bauarbeiter an die Straßendecke. Zu erkennen sind bereits einige zu begrünende Inseln im Fahrbahnverlauf und die Geh- und Radwege links und rechts der Straße.

Eine weitere Dauerbaustelle ist der Ausbau der Rad- und Gehwege links und rechts des Rings in Gütersloh. Ebenfalls ein Unternehmen, das sich schon seit mehreren Monaten hinzieht. Bleibt zu hoffen, dass der Radfahrerverkehr entlang des Rings sich etwas verstärkt. In Radfahrerkreisen gilt diese Strecke als nicht sonderlich attraktiv.

Mo
14
Mai '07

Zu wenig Platz: GT-Tankstelle auf der A2 muss dichtmachen

Aus für die Autobahntankstelle Gütersloh an der A2:  Zu klein für heutige Bedürfnisse, so die Bezirkregierung. Vor allem gebe es zu wenige Parkplätze für Laster. Gefordert sind 130 Pkw-Parkplätze und 100 Lkw-Parkplätze. Dieser Platz steht nicht zur Verfügung. WC und Gastronomie sollen jedoch bleiben.

Die Tank- und Raststätte existiert seit 1954 und war seinerzeit die einzige Tankstelle eines langen Autobahnabschnitts nach Köln.

Fr
11
Mai '07

Sensation: DB repariert am Gütersloher Bahnhof

Die DB-eigene Instandsetzungsfirma repariert zur Zeit das marode Vordach des Gütersloher Bahnhofgebäudes. Es dürfte sich eher um eine Notreparatur handeln denn um eine Modernisierungsmassnahme. Offensichtlich sind die tragenden Säulen der Konstruktion teilweise verrostet. Und ähnlich wie am neuen Berliner Hauptbahnhof könnten ja eile der Dachkonstruktion jemandem auf den Kopf fallen. Die DB-Mitarbeiter bringen neue Dachrinnen an und sanieren die Tragesäulen. Dass die Zugabfahrtsdisplays, die seit vielen Monaten ausser Betrieb sind (Daueranzeige “Auf Durchsagen achten”) repariert werden, ist nicht zu erkennen.

Do
10
Mai '07

Wapelbad-Pavillion: Spender sucht immer noch sein Geld

Der Pavillion am Wapelbad20.000 Euro hat die Solarzellenfirma Energetik für die Sanierung des alten Wapelbades an die Weberei gespendet. Als man bei Energetik alle Rechnungen zusammenzählte, kam eine Summe von unter 8.500 Euro heraus. Mit dem Geld sollte die Weberei einen Pavillion für Veranstaltung und Gastro errichten. Noch heute ist der Holzbau eine Bauruine, Fortschritte sind nicht erkennbar.

Inzwischen haben sich der Geschäftsfüherer des Trägerverbandes der Weberei und der Spender darauf verständigt, mit Hilfe eines Steuerberaters die Bauquittungen einzeln durchzugehen.  

Auf der Webseite www.wapelbad.de heißt es vielversprechend, “wenn der Pavillon hergestellt ist wird es ein frisch zubereitetes Angebot geben.” Bis dahin gibts es Bier, Eis und Kaffee am Verkaufswagen. Das Wapel-Desaster ist ein weiteres schlechtes Licht, das auf die Weberei fällt.

Immerhin: Die Stadt, die einen wesentlichen Teil des Weberei-Etats bezahlt, möchte künftig mehr Einfluss nehmen und auf die Programmgestaltung einwirken.  Aufgefallen ist die Weberei in der Vergangenheit durch Missmanagement und schlampig-unbedarfter Geschäftsführung. Die nicht wirksame Kündigung des alten Geschäftsführers zog massive Gehaltsnachzahlungen mit sich. Neuer Träger ist Parisozial, eine GmbH, die dem Paritätischen Wohlfahrtsverband gehört, welcher wiederum ein Zusammenschluss sozialer Vereine und Initiativen ist.

Die Weberei steht bei Gläubigern nun mit 200.000 Euro in der Kreide und ist insolvent. Ein großer Teil der Schulden besteht aus Zahlungsverpflichtungen an den ehemaligen Geschäftsführer. Eine ausgesprochene Kündigung des ehemaligen Vorstands dem Geschäftsführer gegenüber war wegen Formfehlern unwirksam. Das Gehalt muss nachgezahlt werden.

Mo
7
Mai '07

Beach Volleyball Powercup fast unter Ausschluss der Öffentlichkeit

Eigentlich stimmte alles: Super Wetter, viele Mannschaften am Start, top Sponsoren am Platz, gelernter Termin. Dennoch fanden kaum Zuschauer den Weg zum Beach Volleyball Powercup am vergangenen Wochenende in Gütersloh. Die Unglücklicher konnte die Terminplanung auch nicht sein: Parallel dazu gab es die Konsummassenveranstaltung Strassenzauber in der Innenstadt mit verkaufsoffenen Sonntag. Und offensichtlich hatte der Veranstalter Fun Events vergessen, einige Plakate aufzuhängen, die auf den Beach Volleyball Cup hinweisen. Schade eigentlich.

Fr
4
Mai '07

Rathausumbau live verfolgen

Zu den Gütersloher Negativ-Highlights gehört sicher das im sozialistischen Plattenbau-Stil errichtete Rathaus, das zur Zeit umgebaut wird. Die Verbindung zwischen den Gebäudeblocks wurde abgerissen. Der Baufortschritt lässt sich online per webcam verfolgen: http://webcam.bitel.info/webcamgt03/ 

Meinungen: Güterloher wollen weniger Fussgängerzone

Teile der Gütersloher Öffentlichkeit fordern lautstark die Auflösung von Fussgängerzonen, um mehr urbanes Leben nach Gütersloh zu bringen. Nach 18.30 Uhr geschlossene Geschäfte sorgen für den “Charme eines dörflichen Kurorts”, schreibt der Herausgeber des Gütsel-Magazins in der Aprilausgabe. Zudem seien die Fussgängerzonen eh keine richtigen Fussgänegrzonen, weil ja auch Busse, Radfaher und Lieferanten durchfahren. Ob sich urbanes Leben einstellt, wenn Autos wieder durch die Innenstadt durchfahren fahren dürfen? Die Gestaltung des Kolbeplatz ist ja eigentlich gut gelungen, der Berliner Platz zwischen Karstadt und Nordsee könnte allerdings öder nicht sein. Da helfen auch temporäre Blumenbeete und Kinderkarussells wenig. Schön wäre, wenn man auch nach 18.30 Uhr einen Grund hätte diesen Riesen-Platz aufzusuchen. Im Sommer gehört da einfach ein großer Biergarten hin. Durchfahrende Autos retten da nichts. Immerhin: Die einzige Güterloher Webcam ist auf den Platz der Ödnis gerichtet. >> http://webcam.bitel.info/webcamgt01/ 

Di
1
Mai '07

Dauerbrenner Bahnhof Gütersloh

Wenn es eine Hitliste der heruntergekommendsten Bahnhaltestationen gäbe, der Bahnhof Gütersloh würde einen Spitzenplatz einnehmen. Die schlimmste Metrostation in den Pariser Aussenbezirken ist noch besser als der Bahnhof Gütersloh: Seit Monaten defekte Displays an den Bahnsteigen, ein dreckiger Durchgang, Penner und Drogenabhängige vor dem Eingang, Müll und Schmutz wo man nur hinsieht. Von Security keine Spur. Selbst die Polizei lässt sich hier sehr selten blicken. Während andere Bahnhöfe zu Shoppingkathedralen und Servicecentern aufgemotzt werden, verfallen Stationen wie Gütersloh zusehends.